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TRANSFORM 2026

18–19 März 2026

STATION Berlin

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TRANSFORM ist das führende B2B-Event für digitale Transformation in Deutschland, organisiert von Bitkom — dem Bundesverband der deutschen Digitalwirtschaft — und ausgetragen in der STATION Berlin. An zwei Tagen brachte die Veranstaltung mehr als 5.000 Entscheider:innen zusammen: CEOs, CDOs, CIOs, COOs und Digital-Expert:innen aus allen Branchen und Unternehmensgrößen, vereint durch eine einzige Frage: Wie wird die digitale Vision Realität? Auf drei Bühnen und einer dicht belegten Expo deckte TRANSFORM die gesamte Bandbreite der Unternehmensdigitalisierung ab — von KI und Cloud über New Work und Cybersecurity bis hin zu nachhaltiger Digitalstrategie — durch Keynotes, Best Practices, Workshops und kuratierte Networking-Formate. Es ist der Fixpunkt im digitalen Kalender des DACH-Raums für alle, die die digitale Zukunft ihrer Organisationen gestalten.

Accessiway auf der TRANSFORM

Die Präsenz von Accessiway ging weit über den Stand hinaus. Besucher:innen konnten an unserem Coffee Bike eine Pause einlegen — ein beliebter Treffpunkt auf dem Expo-Gelände — und sich dabei mit unserem Team austauschen, um zu erfahren, was digitale Barrierefreiheit in der Praxis für große Organisationen bedeutet. Unser Stand bot einen barrierefreien Wettbewerb und Einzel-Barrierefreiheitsaudits, die den Teilnehmenden einen direkten Einblick in ihre eigene Compliance-Exposition und ihre Remediation-Prioritäten im Kontext des EAA und der globalen Regulierungslandschaft gaben.

Unser Vortrag: „Digitale Barrierefreiheit im globalen Maßstab: Wie führende Unternehmen Komplexität beherrschbar machen“

Auf Deutsch vor einem Publikum aus Senior Digital- und Transformations-Entscheider:innen präsentiert, begann die Session nicht mit einem Pitch, sondern mit einer Bestandsaufnahme: Die meisten Unternehmen im Raum hatten bereits etwas in Sachen Barrierefreiheit getan — eine Erklärung, ein Audit, ein Widget. Und dennoch bleibt das Web für Millionen von Menschen unbenutzbar. Die Eröffnungssequenz führte das Publikum durch den typischen Websitebesuch aus der Perspektive eines Screenreader-Nutzenden und schichtete nach und nach Pop-up-Benachrichtigungen, Chatbots, Newsletter-Overlays und Cookie-Banner übereinander, bis die Seite völlig unbenutzbar wurde — und veranschaulichte die zentrale Provokation: Was die meisten von uns nur nervt, macht das Web für viele andere unzugänglich.

Von dort aus befasste sich der Vortrag mit den tatsächlichen Fragen, die Senior-Entscheider:innen stellen — nicht „Was ist WCAG?“, sondern „Was ist wirklich verpflichtend, was ist das Minimum zur Risikominimierung, wie skalieren wir das über Länder hinweg, wer ist verantwortlich und wie vermeiden wir ein Endlosprojekt?“ Am Beispiel von Ursapharm Arzneimittel — einem Pharmaunternehmen mit über 84 digitalen Assets in 18 Märkten, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Polen, die USA, China und Südkorea — als Live-Fallstudie präsentierte die Session ein Fünf-Schritte-Framework für Barrierefreiheit auf Enterprise-Ebene: erstens, vollständige Transparenz durch Inventarisierung aller Domains und Zuordnung der Verantwortlichkeiten schaffen; zweitens, nach Rechtsrisiko, Geschäftsrelevanz, Traffic und Implementierungsaufwand priorisieren, statt alles auf einmal lösen zu wollen; drittens, standardisieren ohne lokale Teams zu blockieren — durch zentrale Richtlinien, gemeinsame Komponentenlogik und skalierbare Governance; viertens, klare Verantwortlichkeiten zwischen Executive Sponsors, Barrierefreiheits-Verantwortlichen und lokalen Marktansprechpartner:innen definieren; fünftens, umfassende manuelle Audits durchführen, die umsetzbare Backlogs, Projektpläne und rechtliche Dokumentation hervorbringen.

Die Session war offen darüber, was Barrierefreiheitsprogramme tatsächlich ins Stocken bringt: unklarer Scope, keine Programmstruktur, ungeklärte Budgetverantwortung, Silos zwischen IT, Marketing, Recht und Produkt sowie Audits, die Berichte liefern, aber keinen Weg zur Remediation aufzeigen. Sie schloss mit dem Business Case — Markendifferenzierung, finanzieller Vorteil, SEO- und GEO-Performance, verbesserte UX und höhere Conversion-Raten — und ordnete Barrierefreiheit nicht als Compliance-Last, sondern als strategische Investition mit messbaren Renditen ein.

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